Inzwischen kann ich recht problemlos auf Kopfhöhe treten und kann diese Beweglichkeit auch durch nur minimale Übungen beibehalten. Aber nur das Bein so hoch zu bringen ist recht nutzlos. Zu einem guten Tritt gehört deutlich mehr. Und hier fehlt mir einfach die Übung. Daher habe ich mich schlau gemacht, Sensei Google und viele Bücher zu rate gezogen und eine Menge probiert. Die besten Tipps kamen aus dem Karate und Taekwondo-Lager. Ein sehr wichtiger Tipp kommt allerdings auch aus dem Thai- und Kickbox Lager. Wer diesen Tipp findet, bekommt einen “Fleissstern.” 🙂

Diese Übungen sollten nur im aufgewärmten Zustand gemacht werden.

Eine Tritt-Leiter der anderen Art.

Fußstoß seitwärts in einer Form

Sidekick von Michael Holler

Diese Übung steigert die Genauigkeit und ist auch gut für die Haltemuskulatur. Ich führe sie entweder an einer Backsteinwand oder an einer Sprossenwand im Dojo durch. Beginnend auf Schienbeinhöhe mache ich Sidekicks ( Seitwärtstritt / yoko geri /yeop chagi ) und ziele dabei genau auf einen bestimmten Backstein bzw. eine bestimme Sprosse. Genauer gesagt: Auf einen Punkt in der Luft direkt davor. Dann den Tritt kurz halten und das Bein zurückziehen.

Und nur wenn  das Ziel korrekt getroffen wurde (Höhe und Richtung) gehe ich eine Stufe höher. Wenn ich am höchsten Punkt angekommen bin, mache ich auf dieser Höhe noch 2-3 weitere und gehe dann wieder Schritt für Schritt runter. Und wenn ein Tritt nicht präzise genug war, dann wiederhole ich diesen bis er passt. Dann Beinwechsel. Ich mache hier in der Regel pro Bein 2 Sätze.

Wenn weder Ziegel noch Sprossen zur Verfügung stehen, dann schlage ich vor mit Klebeband kleine Markierungen an einer geeigneten Stelle anzubringen.

Zieltreten

Das Zieltreten ist eine Variante der Leitermethode oben. Aber jetzt werden 2-5 Ziele ausgewählt, die dann in einer bestimmten Reihenfolge getreten werden. Dies funktioniert auch gut als Partnerübung, der Partner gibt die Ziele vor die dann genau getroffen werden müssen.

Welcher Tritt war das jetzt?

Gerade bei Ungeübten verschwimmt gerne mal der Unterschied zwischen den Trittvarianten. Als Ziel kann hier entweder ein frei hängender Tennisball, eine Pratze oder etwas ähnliches dienen.  Die Höhe des Ziels sollte im “guten” Dehnbereich sein, also in dem Bereich in dem man ohne Probleme treten kann. Wenn das die eigene Kniehöhe ist, dann ist das die eben die eigene Kniehöhe. Ist aber nicht wild, da es hier um Muskelkoordination und nicht um Dehnung geht.

Runde 1: Mit dem linken Bein werden folgende Tritte durchgeführt (das tretende Bein wird zwischen den Kicks abgesetzt):

  • Schnapptritt vorwärts
  • Seitwärtstritt
  • Halbkreistritt
  • Umgekehrter Halbkreistritt

Runde 2: Mit dem linken Bein werden folgende Tritte ohne Absetzen des Trittbeins durchgeführt

  • Seitwärtstritt
  • Halbkreistritt
  • Umgekehrter Halbkreistritt

Runde 3: Siehe Runde 1, aber rechtes Bein

Runde 4: Siehe Runde 2, aber rechtes Bein

Gleichgewicht ist wichtig

Balancing

Aus der natürlichen Stellung ( Füße beieinander auf dem Boden ) ein Knie so hoch heben wie möglich. Von hier aus werden folgende Tritte durchgeführt (nach jedem Tritt wieder das Knie vor dem Körper heben):

  • Tritt mit der Ferse nach vorne (Fußspitzen zeigen nach oben)
  • Tritt mit dem Fußballen nach vorne (Im Spann gestreckt)
  • Tritt mit der Ferse nach vorne (Fuß nach außen gedreht)
  • Tritt mit der Fußkante nach Vorne (Fuß nach innen gedreht)
  • Tritt mit der Fußkante zur Seite ( Ferse höchster Punkt )
  • Tritt nach hinten (Fußspitze zeigt nach unten)

Beinwechsel und das gleiche auf der anderen Seite. Die Tritthöhe kann auch bei den einzelnen Tritten variieren.

Mehr bringt mehr

Am Boxsack sucht man sich 3 Höhen aus. Diese können durch Kreide oder Klebestreifen markiert werden.

Man beginnt in der Mitte und macht 10 Halbkreistritte mit maximaler Geschwindigkeit zur Mitte. Dann zum obersten Ziel, dann zum untersten Ziel. Bein Wechsel. Das Trittbein sollte immer nur kurz auf den Boden aufkommen.

Nun macht man 10 Kicks mit maximaler Power und Härte gegen Mitte, oberstes Ziel und unteres Ziel. Bein Wechsel. Bein Wechsel.

Nun 10 Kniekicks mit Schmackes gegen diese Höhen. Wenn dies beim oberen Ziel bedeutet, dass man springen muss: Springen. Auch hier ist die Reihenfolge wieder Mitte, Oben, Unten.

 

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