Das Problem bei der Bestimmung vom Normal- oder Idealgewicht ist recht einfach: jeder hat eine andere Vorstellung davon. “Normal” ist heute z.B. etwas molliger als noch vor ein paar Jahrzehnten.
Auch ist der Unterschied zwischen den Extremen deutlich größer geworden.

Nimmt man beispielsweise mal männliche Actionfiguren als Beispiel heran, so ist deren Form inzwischen von einer sportlichen Figur zu einer sehr muskulösen Figur mutiert. Die Actionhelden der 80er Jahre, voran Arnold Schwarzenegger und Silvester Stallone haben hier die Messlatte für alle deutlich nach oben geschraubt.

“Normal” hat also heute eine andere Bedeutung als noch vor 10 Jahren. Und in 10 Jahren wird normal nochmal anders aussehen.

Körperfettanteil als Orientierungshilfe

Nach dem persönlichen Körperfettanteil zu gehen ist meiner Meinung nach derzeit eine der besten Methoden, um sich einzuschätzen. Hierbei würde ich den meisten Leuten raten, den Spiegel zur Hilfe zu nehmen. Dies ist zwar ungenau, aber deutlich besser als auf “Körperfettwaagen” zu vertrauen.

Auf http://www.leighpeele.com/body-fat-pictures-and-percentages findet man ein paar Bilder, um sich selbst einschätzen zu können.

Auf der Seite finde ich auch die Vergleiche zwischen einem durchtrainierten Mann bei 10% Körperfett und einem eher untrainierten Mann bei 10% sehr interessant.

Zweimal 10% BF

 Einen ähnlichen Vergleich findet man für Damen mit 15% Körperfettanteil:

Zwei Damen mit etwa 15% Körperfett

 Auch hier ist der Unterschied (bei gleichem KF%) gravierend.

Also ist der KF% Anteil alleine auch nicht aussagekräftig.

Auf http://pageslap.wordpress.com/2008/08/05/physical-variations-in-female-athletes/ und auf http://unitedbarbell.com/blog/126/built-for-the-sport/ habe ich diesen Vergleich von weiblichen Profisportlerinnen gesehen:

Diese Damen haben sicherlich eine für ihre Sportart “ideale” Figur. Und doch unterscheiden sie sich alle deutlich von einander.

Und was bedeutet das jetzt?

Es läuft darauf hinaus, dass “ideal” im Auge des Betrachters liegt. Ideal wofür? Der ideale Jockey unterscheidet sich vom idealen Basketballspieler und vom idealen Sumoringer. Wir können sagen, dass Männer bei etwa 10-15% Körperfettanteil “schlank” aussehen. Damen bei etwa 15-20%. Mehr Muskeln sorgen für ein sportlicheres, fitteres Aussehen (Überraschung).

Durch gute Ernährung kann man das Gewicht am besten regulieren. Durch Krafttraining den Muskelanteil. Wer beides kombiniert, also seine Essgewohnheiten verbessert und Krafttraining betreibt geht das Problem von 2 Seiten an. Zwar wird durch das Training das ggf. vorhandene Fett nicht so stark beeinflusst wie durch die Ernährung, unser Aussehen hingegen hängt sehr stark von der Muskelmasse ab.

Und da ein Ziel für viele ja “nackig gut aussehen” sein dürfte, sollte Krafttraining unbedingt dazugehören.

Auch muss man sich keine Sorgen machen innerhalb kürzester Zeit mit riesigen Muskelpaketen durch die Gegend zu laufen. Vor allem nicht als Dame.

Männer tun sich schon schwer damit Muskeln aufzubauen. Hartes Training und disziplinierte Ernährung sind ein Markenzeichen für Body Builder. Und selbst hier wird gerne zu Hilfsmitteln aus der Apotheke gegriffen, da die natürlichen Ergebnisse entweder nicht schnell genug gehen oder nicht die gewünschte Masse erzeugen.

Also: Ran an die Hanteln, ran an den Speck! Die nächste Badesaison kommt bestimmt. 😉