Da sind wir Menschen so stolz auf den aufrechten Gang und beneiden trotzdem die Tiere für ihre elegante und scheinbar mühelose Art sich zu bewegen. Und daher kommt der neue Trend Tierbewegungen ins Training einzubauen. Evtl. hat der Aufstieg von Brazilian Jiu-Jitsu  und die Tatsache, dass man sich da doch meist in Bodennähe aufhält auch einiges damit zu tun, dass diese Übungen sich gerade so verbreiten. Dazu kommt, dass diese Übungen einfach Spaß machen. 🙂

Was sind Animal Movements

Anstatt zu versuchen das in Worte zu fassen, mache ich es mir einfach und verweise auf YouTube. Das erste Video enthält zwar “Animal Movements” ist aber in erster Linie ein “Spaß an der Bewegung” Workout.

Hier ist ein Link zu einem weiterem Ginastica Natural Video – man kann hier einige der oben gezeigten Bewegungen genauer erkennen.

Hier ist ein Preview zu einem Lehrvideo über Animal Movements (“Animal Flow Workout”):

Das eigentliche Produkt würde ich allerdings nicht unbedingt empfehlen. Es werden nur wenige Übungen erklärt, und diese kann man auch auf anderen YouTube Videos finden. Einfach mal etwas umschauen und inspirieren lassen.

Die beiden Videos sollten eine guten Eindruck vermitteln, was diese Bewegungen ausmacht: eine flüssige Bewegung, die scheinbar mühelos zu sein scheint (und nach etwas Übung auch ist).

Eigene Übungen entwickeln

Hier ist ein einfacher “Bauplan” um eigene Übungen zu entwickeln.

1. Grundhaltung

Die Positionen lassen sich sehr leicht variieren. Fangen wir mit dem normalen Vierfüssler Stand (Hände und Füße auf den Boden) an. Wir haben hier folgende Varianten:

  1. Schultern höher als Hüfte
  2. Hüfte höher als Schultern
  3. Hüfte und Schultern auf der gleichen Höhe
  4. Bauchnabel zeigt zum Boden
  5. Bauchnabel zeigt nach Oben

Wir können hier ebenfalls die Höhe der Übung varieren (weit vom Boden entfernt, bzw. sehr nah am Boden).  Beispiel (mit Bauchnabel nach unten): Hüfte höher als Schultern, weit vom Boden entfernt: Gorilla. Hüfte in etwa auf Schulterhöhe, mittlerer Abstand vom Boden: Äffchen. Hüfte weit unter der Schulter: Frosch. Hüfte auf Schulterhöhe, sehr nah am Boden: Krokodil.

 

2. Bewegung

Sobald man eine Haltung gefunden hat, geht es an die Bewegung. Hier haben wir folgende Möglichkeiten:

  1. vorwärts
  2. rückwärts
  3. seitwärts
  4. diagonal
  5. Richtungswechsel auf der Stelle
  6. Richtungswechsel von der Stelle

Klingt einfach? Ist es auch. Bei der Bewegung selbst haben wir auch wieder ein paar Alternativen. Was bewegt sich zu erst? Hände oder Füße? Wenn Hände: Welche Hand? Oder bewegen sich beide gleichzeitig?

Ruhig mal alle Varianten ausprobieren.  Dadurch ergeben sich teilweise interessante Varianten. Seitwärtsbewegung ist zum Beispiel mit Überkreuzen der Arme und Beine möglich was den Winkel der Muskelbelastung ändert und auch das Gleichgewicht auf ganz andere Weisen fordert.

3. Positionswechsel

Der Wechsel von einer Position in eine andere ebenfalls interessant. Hier kann man sich 2 Positionen aussuchen und dann versuchen möglichst viele Varianten zu finden, von der einen Position in die andere zu kommen.

Beispiel: Vierfüsslerstand (Bauchnabel nach oben) in Vierfüsslerstand (Bauchnabel nach unten)

  1. Gegenüberliegende Arme und Beine vom Boden heben. In die Richtung des sich noch auf den Boden befindlichen Armes drehen, Bein unter dem Körper durchführen.
  2. Ein Bein vom Boden heben und möglichst weit nach oben bringen (Ferse Richtung Decke). Nun das Bein Richtung über das andere Bein zu Boden bringen, Hände halten Bodenkontakt solange wie möglich.
  3. Beine zusammenbringen, Körper durchstrecken, Ein Arm gestreckt nach oben führen und über die andere Schulter nach unten bringen, Beine wieder auf Schulterbreite öffnen
  4. Schultern auf den Boden absenken, Rolle rückwärts (diagonal in beide Richtungen möglich, gerade nach hinten würde ich nicht empfehlen)
  5. Eine Schulter und ein Bein zu Boden bringen, über die abgesenkte Seite seitwärts in die neue Position rollen.

Diese lassen sich auch nach Belieben kombinieren. Ich habe vor ein kleines Video dieser Möglichkeiten zu machen und hier zu verlinken.

Wenn jemand noch interessante Videos zum Thema hat, oder Ideen für Übungen: Immer her mit 🙂