[box ] Stuttgart: Es war der Schock ihres Lebens für Sabine Nägele (23). Die Fleischwarenfachverkäuferin wollte am Tag zuvor im Fitnessstudio eigentlich nur ihre Figur straffen. Leider ließ sie sich von einem anderen Besucher zu einer folgenschweren Dummheit überreden. Gemeinsam im Hugo P. trainierte sie im so genannten Freihantelbereich. Die Folgen waren schrecklich. “Als ich heute morgen aufgewacht bin, war ich 10 Kilo schwerer. Alles Muskeln!” so Nägegele. “Nichts gegen pralle Oberschenkel, aber Bockwürste gehören ins Glas!”

Und sie ist kein Einzelfall. Seit dem Jahreswechsel sind unzählige Personen, die “nur etwas fitter” werden wollten versehentlich über Nacht zu Muskelkolossen herangewachsen.[/box]

Kennt ihr auch dieses Problem? Die Angst, das einem auf einmal gewaltige Muskeln wachsen? Dass man dadurch schlagartig unbeweglich wird? Oder schlimmer noch: dass man zwar gewaltige Muskeln hat, aber keinerlei Kraft? Mehr Muskeln, unbeweglich und schwächer als vor dem Training.

Seit dem Jahreswechsel habe ich mehrere Anfragen besorgter Personen erhalten, wie sie beim Training dieses Schicksal vermeiden können. Darunter waren zierliche Damen, der Kerle, die ihren Bierbauch gegen ein Sixpack tauschen wollen und der eine oder die andere die gerne mal wieder beim nach unten sehen die Zehenspitzen sehen wollen.

Und ihre größte Sorge ist, auf einmal die Figur von Arnold Schwarzenegger zu haben.

Und zu den Leuten, die diese Angst von sich aus bereits haben kommen die, denen das im Studio eingetrichtert wird. “Gehen sie mal für eine Stunde auf den Stepper, und machen dann pro Gerät Drölfzig Wiederholungen. Sie wollen die Muskeln ja  straffen, und nicht zu einer eingeölten Bodybuilderin werden.”

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Entwarnung

Ihr müsst euch keine Sorgen machen. All diese Ängste sind absolut unbegründet. Allerdings geben sie mir eine Gelegenheit, mal wieder das nebenstehende Jackie Chan Bild zu posten. Wodurch wieder klar wird, dass alles auch seine gute Seiten hat.

Mir ist nicht klar, woher diese Befürchtung kommt. Aber ich tippe auf Berichte, in denen der eine oder andere sehr schnell, sehr muskulös gewordene Schauspieler oder Sportler dies rein auf den Trainingsplan schieben. Oder die Zeitschriften die “5kg Muskeln in 4 Wochen” versprechen oder “gewaltige Arme mit mit nur 5min am Tag” propagieren.

All das ist Dünnpfiff.

“Tonen & Straffen”

Um eine Körperpartie zu “tonen” müssen zwei Dinge passieren: Zum einen muss da Fett weg, weil dieses eben wabbelt. Je mehr, desto wabbeliger. Zum anderen müssen die darunter liegenden Muskeln wachsen. Oh Mist! Ich habe “Muskeln” und “wachsen” gesagt. Und damit das passiert, muss man sich anstrengen. Gewicht stemmen. Ganz egal ob man sein Körpergewicht stemmt, in einem Kurs mit Hanteln auf und ab hüpft, sich an einem Gerät verausgabt oder Freihanteln jongliert. Gut, ganz egal ist es nicht, da der Körper sich der Belastung anpasst, und bei einer höheren Belastung auch eine stärkere Anpassung eintritt.

Zum Hulk werden

In Film und Fernsehen geht die Verwandlung in Sekunden. Im echten Leben hat sie für Lou Ferrigno, den Darsteller des “unglaublichen Hulk” in der TV Serie 11 Jahre harten Trainings, disziplinierte Ernährung und – nach eigener Aussage – Experimenten mit anabolen Steroiden unter ärztlicher Aufsicht.

Looking good naked – Nackig gut aussehen

Krafttraining ist eine der besten Methoden um von einem untrainierten Körper zum “schlanken und fitten” Körper zu kommen. Aber natürlich ist Krafttraining nur ein Teil des ganzen. Es gibt die Dreieinigkeit von Konditionstraining ( “Cardio”), Krafttraining und Ernährung.  Was mich zum nächsten Punkt bringt:

masterkenDazu gibt es jetzt aber einen eignen Artikel: Der Fettverbrennungspuls ist Bullshit!

Hier noch mal die Entwarnung:

Es ist nicht schwer Muskeln auf zu bauen. Allerdings geht es nicht über Nacht und erfordert hartes Training und Disziplin. Die Sorge, man könne versehentlich gewaltige Muskeln aufbauen ist unbegründet. Durch Krafttraining lassen sich aber genau die Ziele erreichen, die man oft mit anderen Trainingsvarianten in Verbindung bringt.

Daher ran an die Eisen. Und ja, ich meine damit auch die Mädels.