Es gibt viele Unterschiedliche Ansätze wenn es um Ernährung geht. Und sie scheinen – je nach dem, wen man fragt –  sowohl gut, als auch schädlich zu sein. Welche Diät funktioniert? Wie kann man abnehmen? Wie Muskeln aufbauen? “Fast Food macht dick” – “Mann isst nur Fast Food und nimmt 5kg ab.” Die einen empfehlen viel Eiweiss, die anderen viel Fett. Wieder andere sagen, dass man auf Fett verzichten sollte. Und dann gibt es die Fraktion, die meint, es ist komplett egal was man isst, solange die Kalorien stimmen.

Welche Diät ist nun die beste?

Bei einem gesunden Menschen, ist eine ausgewogene Ernährung ohne zu viele extreme ideal.

Man darf also durch aus naschen. Oder etwas trinken. Und auch mal etwas fettiges essen. Und wenn im Schnitt die Kalorien stimmen, dann wird man dann weder zu nehmen, noch davon krank werden. Dies wurde zum Beispiel so vor kurzem im öffentlich rechtlichen Fernsehen in der Sendung “Der Ernährungs Check” mit Tim Mälzer verkündet. Gut, sowohl Mälzer wie auch der beratende Arzt sind nicht unbedingt ein Paradebeispiel für körperliche Fitness, aber das ist wohl auch (für die meisten) kein Problem. Der Grundtenor der Sendung war daher: Iss was du willst, ist eigentlich alles nicht so schlimm, solange du gesund bist sind auch ein paar Kilo mehr auf den Rippen kein Problem.

Und das ist so auch absolut korrekt.

Problematischer ist es, das es eben nicht allen so leicht fällt, mit Versuchungen um zugehen. Ein Beispiel: Mein Arbeitskollege kann eine Tüte Gummibärchen auf seinen Schreibtisch legen, und hin und wieder mal eines oder zwei davon naschen. Die Tüte hält bei ihm Wochen.

Öffne ich eine Tüte Gummibären, so ist sie innerhalb kürzester Zeit leer. Und dabei ist die Größe der Tüte egal. Evtl. ist mir hinterher schlecht  – aber die Tüte ist trotzdem leer. Aber das ist ja eher mein Problem. Ein Problem, dass ich dadurch löse, dass ich vermeide Naschwerk in größeren Mengen zu kaufen. Denn wenn es da ist, wird es von mir vertilgt. Aber wenn ich es nicht kaufe (oder nur in kleinen Dosen), dann kann ich es auch nicht essen.

“Aber wenn du dann einfach weniger anderes Zeug isst, dann ist es ja nicht so schlimm. Solange die Kalorienanzahl stimmt, macht das nicht”

Richtig. Nur macht manches Essen einfach “satter” als anderes. Von Gummibärchen wird mir schlecht. Nicht satt. Also esse ich an diesem Tag wohl zuviel. Hätte ich das kritische Essen allerdings auf meine Liste von “bösen” Lebensmitteln gesetzt, dann wäre mir das nicht passiert.

Die Argumentation, dass die ganzen unterschiedlichen Diäten nur über die Kalorienbilanz funktionieren ist zwar nicht falsch, aber auch nicht 100% richtig. Denn eine Diät, die es einfach macht, sie zu befolgen hat größere Chancen durchgehalten zu werden. Und sorgt damit auf mittlere und lange Sicht für bessere Erfolge.

Daher würde ich vorschlagen, nach einer Ernährungsform zu suchen, die zu einem passt. Und wie findet man die? Ganz genau so, wie man den richtigen Kampfsport findet: Man schaut sich um, und macht ein Probetraining, wenn etwas interessant klingt.

Beispiele für Ernährungsweisen, die ich ganz ok finde:

  • Paleo – Die Steinzeit Diät
  • Gracie Diät – Eine Trennkost Diät, die auch stark auf Obst und Gemüse setzt
  • Slowcarb – Die von Tim Ferris im “4 Stunden Körper” vorgestellte Variante, hat einen kleinen Trainingsplan dabei
  • Leangains – Eine Kombination von Intermitierendem Fasten und Gewichtheben
  • “Weniger Mist essen” – Schritt für Schritt Zucker und Weißmehl aus dem Speiseplan kicken, und durch Gemüse und Salate ersetzen

Kurzfristige Diäten (Crashdiäten) sind in der Regel keine gute Sache. Für disziplinierte Sportler könnten allerdings Eiweissreiche Diäten mit wenig Kalorien (high protein near starvation diets) wie die “Velocity Diet” über einen kurzen Zeitraum hinweg (bis zu 4 Wochen) gute Ergebnisse bringen. Allerdings ist die zuletzt genannte Diät wirklich eine der teuersten Varianten – das Prinzip lässt sich auch mit deutlich weniger Einsatz von Geld umsetzen, hier ist dann allerdings noch mal etwas (Internet) Recherche angesagt.

Generell würde ich empfehlen bei größeren Änderungen erst mit einem Fachmann (Ernährungsberater, Facharzt, etc.) zu sprechen und sich auch ggf. überwachen zu lassen.